Der Tibet Terrier

Herkunft

Der Tibet Terrier (TT) ist eigentlich kein "Terrier". Richtig wäre die Bezeichnung Tibet "Apso" (langhaariger Hund). Seinen Ursprung hat er in Tibet, wo er hauptsächlich als Haushund gehalten wurde. Er lag dort auf den Dächern der Häuser, um zu wachen und vor Fremden zu warnen. Auch zog er mit den Nomaden in den Hochgebirgen umher. Anfang der zwanziger Jahre kamen dann zwei TT als Dankbarkeitsgeschenk zu einer Ärztin nach England. TT wurden damals nicht verkauft, sondern als Glücksbringer verschenkt. Daher auch sein Name: „Glücksbringer vom Dach der Welt“. Diese beiden Hunde bildeten dann die Grundlage der europäischen Rassezucht.

Äussere Erscheinung

Der Tibet Terrier ist ein robuster, mittelgroßer Hund mit einer Endgröße von ca. 36 - 41cm. Er besitzt schöne große Augen und eine lustig eingerollte Rute, die er über dem Rücken trägt. Ganz besonders sind seine flachen, runden und großen Pfoten, mit denen er noch heute hervorragend springen und klettern kann. Aufgrund des rauen und harten tibetischen Klimas trägt der TT ein langes doppelschichtiges Haarkleid. Es besteht aus dem üppigen, langen Deckhaar und der einfarbigen, feinen Unterwolle. Dieses dient dem Schutz vor Nässe, Kälte und Schmutz im Winter sowie der Hitze im Sommer (Fächerwirkung).

Seine Fellfarbvariationen sind sehr vielfältig. Los geht es von weiß, über creme, zobel bzw. goldzobel, rauchfarben, grau, black and tan, schwarz-weiß bis hin zu schwarz - entweder mit oder ohne weißem Abzeichen. Es gibt sie zwei- oder dreifarbig. Seine endgültige Fellfarbe und Haarlänge entwickelt sich innerhalb der ersten drei Lebensjahre. Zum Zeitpunkt der Geburt sind sie am dunkelsten und daher diesbezüglich reine „Wundertüten“.

Äußeres Erscheinungsbild des Tibet Terriers
Charakter / Wesen

Unheimlich intelligent, charmant, lieb, flink, gutmütig, anpassungsfähig, wachsam, ausgeglichen und selbstbewusst, so wird der TT in vielen Büchern beschrieben. Jedes Tier ist da individuell. Der TT wird heute als Liebhaber- und Begleithund gehalten. Er ist für Personen mit mittlerer oder auch gesteigerter Aktivität geeignet. Er geht gerne spazieren, wäre aber auch ein optimaler Begleiter beim Joggen oder Rad fahren - wenn man ihn langsam heran führt. Aufgrund seiner oft hohen Auffassungsgabe wird er auch gerne körperlich und geistig, z. B. beim Agility, Crossdogging, Trickdog etc., gefordert. Er liebt den vollen Anschluss und ist gerne überall dabei, kann aber durchaus, wenn er es gelernt hat, auch mal alleine bleiben. Im Haus wird er oft als eher ruhig, aber immer aufmerksam und wachsam, beschrieben. Dieses liegt aber immer am Charakter des einzelnen Hundes selbst. Auch soll er bei "Gefahr“ kurz und kräftig anschlagen und  Fremden gegenüber eher zurückhaltend sein, was allerdings wieder von Hund zu Hund unterschiedlich sein wird.

Draußen, egal ob im Garten oder beim Spaziergang, geht bei unserer Hündin "die Post“ ab. Sie flitzt, springt und spielt unheimlich gerne. Zudem trifft sie gerne mal andere Hunde zum Toben. Dabei ist sie aber niemals aggressiv oder streitsüchtig. Diese Eigenschaften sind durch einen guten Sozialkontakt von uns gefördert worden. Wie jeder Hund reagiert oder sich verhält liegt ja zum großen Teil auch an Haltung und Erziehung.

Durch die frühere Aufgabe des TT, dem selbstständigen Handeln, hat er noch heute einen gewissen Grad an Eigensinn. Er hat oft nicht den Wunsch zu gefallen, sondern will einen Sinn in seinem Handeln sehen. Genau diese Eigenständigkeit und dieses Selbstbewusstsein macht diese Rasse für uns zu etwas ganz Besonderem!

Erziehung
Erziehung des Tibet Terrier

Der Tibet Terrier ist für uns nicht schwer zu erziehen. Er benötigt aber mit seinem oft "eigenen Kopf“ eine konsequente Hand, die ihn führt. Wichtig ist eine liebe, konsequente Erziehung ohne Druck und Zwang, da er sonst "auf stur" schaltet. Allerdings weiß er schon früh, - seinen Charme auszunutzen, und damit seinen Menschen um "die Pfote" zu wickeln. Hat man erst einmal eine gute Bindung aufgebaut, ist er für jeden der tollste Begleiter. Wir würden jedem einen Besuch in der Hundeschule empfehlen, alleine schon, um den Hund gut zu sozialisieren.

Fellpflege

Das Schöne an dem Fell des TT ist, dass es kaum riecht und haart. Natürlich findet man auch immer mal ein paar Haare, doch das ist nichts im Vergleich zu den Hunderassen, bei denen sich ständig und überall Haare finden lassen. Natürlich wechseln auch TT ihr Fell, aber sie verlieren es nicht wie andere von alleine. Die abgestorbene Unterwolle muss ausgekämmt werden, damit es nicht zu Verfilzungen und anderen Folgen kommt. Regelmäßige Fellpflege wie Baden und Kämmen gehören daher einfach dazu. Dies sollte auch jedem bewusst sein, der sich einen TT ins Haus holen möchte. Wir persönlich nehmen gerne die intensive Fellpflege in Kauf, um dafür keine Haare in der Wohnung zu haben. Bei uns wird einmal wöchentlich intensiv gekämmt und einmal im Monat gebadet. Bei nassem Wetter ist dann zwischendurch schon einmal eine "Unterbodenwäsche" der Beine angesagt. Pauschalisieren kann man das Fell des TT nicht, da nicht jeder die gleiche Fellart (feines oder drahtiges Haar oder mit mehr oder weniger Unterwolle etc.) hat. Dennoch stehen einem sehr gute Pflegeprodukte und Handwerkszeuge (Kämme, Bürsten) für jede Fellart zur Verfügung, die den Pflegeaufwand im Rahmen halten. Wichtig ist, den Welpen schon früh an das Baden und Kämmen zu gewöhnen. Auf die genaue Handhabung des Kämmens und auf die Produkte möchten wir hier nicht weiter eingehen. Wir verweisen auf die Seiten von Petra Maaz (Zeit für Fellness) um mehr Informationen zu erhalten, da man es selbst nicht besser erklären kann. Doch auch wir stehen Ihnen immer wieder für Fragen zur Verfügung.